Altersheim Sonnhalde Burgdorf

Blog/Tagebuch

Die Mitarbeitenden und Lernenden posten von ihrem Arbeitsalltag in der Sonnhalde – quer durch verschiedene Themen.

Herzenswunsch

Mir erzählte ein Bewohner einmal, dass er früher einen Lieblingsplatz hatte, an dem er sich immer zurückgezogen hat. Er sagt er vermmisse den Platz und würde sehr gerne wieder mal auf diesem "Bänkli" am Waldrand sitzen und die Aussicht geniessen. 

Da dieser Bewohner das Zimmer aufgrund einer Erkrankung nicht mehr verlassen kann, ging mir das Gespräch nicht mehr aus dem Kopf und mir kam eine Idee. Ich wollte dem Bewohner ermöglichen, dass er nochmals an seinen Lieblingsplatz zurückkehren kann.

Ich erzählte meiner Berufsbildnerin davon, sie sagte mir, dass dies eine super Idee sei und ich doch einmal mit der Aktivierung sprechen solle. Dies erledigte ich noch an demselben Tag. Die Aktivierung fand die Idee auch toll und kurzer Hand machten wir ein Datum ab und erzählten dem Bewohner von unserer Idee. Wir organisierten einen kleinen Bus und die nötigen medizinischen Geräte damit der Bewohner sicher transportiert werden konnte.

Am Tag des Ausfluges war der Bewohner voller Vorfreude und wir natürlich auch. Schon die Reise zu seinem Lieblingsplatz war voller Überraschungen. Es kamen auch noch zwei weitere Bewohner mit, wie sich herausstellte, wuchsen die beiden direkt in der Nähe des Lieblingsplatzes auf.

Am Waldrand mit dem wunderschönen Bänkli angekommen, war der alltägliche Stress der Arbeit vollkommen vergessen und so genossen wir die Aussicht ins Emmental. Die Aktivierung organisierte ein Zvieri welches perfekt dazu passte. Wir genossen die Aussicht und interessante Gespräche.

Leider war die Zeit viel zu kurz und so mussten wir schon bald wieder zusammenräumen. 

Auf der Heimfahrt schwärmten die Bewohner vom Ausflug und sprachen schon vom nächsten Mal. 

Bei diesem Ausflug habe ich verstanden wie wichtig es ist, dass man Gespräche führt und zuhört. Manchmal sind die Herzenswünsche der Bewohner mit wenig Aufwand zu erfüllen.

Autor: Nina Kohler Fachfrau Gesundheit 2.Lehrjahr

Spätsommerausflug ins Berner Seeland

Die Vorfreude war gross als am Dienstag 3. September ein Reisecar auf unseren Parkplatz fuhr. 

Hanspeter Huber begrüsste alle 28 am Ausflug teilnehmende Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Begleitpersonen herzlich. Kurz nach 10 Uhr verliessen wir Burgdorf Richtung Berner Seeland. Nebst der sicheren Fahrt wusste Herr Huber uns alle bestens zu unterhalten: sei dies geschichtlich (z.B. die Sage der Balm-Kirche), informative Angaben zu Ortschaften, Gebäuden und Pflanzen wie auch durch das gemeinsame Singen von bekannten Volksliedern.

Am Seebecken von Biel angekommen genossen wir die frische Seeluft, die wärmende Sonne und die herrliche Aussicht auf den Bielersee. Während der etwas mehr als zwei stündigen Fahrt mit dem Kursschiff konnten wir ein feines Mittagessen einnehmen und hatten viel Zeit füreinander.

Bereichert mit vielen Eindrücken erreichten wir gegen halb Fünf zufrieden - und auch etwas erschöpft - unser zu Hause in Burgdorf.

Herzlichen Dank an die Heimleitung fürs organisieren von diesem schönen und feinen Tag. Hanspeter Huber sowie allen Helfern für die wertvolle Unterstützung!

Autor: Aktivierung Esthi Bächtold

 

Der Kompetenznachweis der Fachfrau Gesundheit in Ausbildung

Alle Lernenden (Fachfrau/mann Gesundheit) haben in ihrer Ausbildung mehrere Kompetenznachweise. Sie finden jeweils am  Ende des Semester statt (Januar/Juli). 

Das Ziel der Kompetenznachweise ist es, uns auf unseren aktuellen Kompetenzen zu überprüfen. In der gesamten Lehre gibt es 37 Kompetenzen, die wir verteilt in gesamthaft 5 Semestern erarbeiten müssen.
Im 6.Semester findet dann die Prüfungsvorbereitung statt.

Hier sehen Sie die 37 Handlungskompetenzen der Fachfrau Gesundheit EFZ:


Im 2. Semester sind die Kompetenzen z.B. die Vorbereitung und Durchführung der Ein – und Austritte, die betriebsspezifischen Informationen– und Kommunikationstechnologien, die Verbrauchsmaterialien und Medikamente zu bewirtschaften, sowie die Klienten bei der Ernährung zu unterstützen.
Die Kompetenzen des neuen Semesters, erfahren wir immer am Ende des alten Semesters.

Bei einem Kompetenznachweis wird immer nur eine der Kompetenzen speziell geprüft. Welche es aber schlussendlich ist, erfahren wir am letzten Arbeitstag, vor dem Kompetenznachweis.
Wir erfahren auch erst an diesem Tag wie und bei welchem Bewohner wir diese Kompetenz zeigen müssen (konkreter Auftrag).

Wir werden am Kompetenznachweis von unseren Berufsbildnerinnen begleitet und geprüft. Die zu beurteilende Kompetenz wird anschliessend benotet, die Note fliesst in die Erfahrungsnote Praxis ein. Sie ist also Teil unserer Abschlussnote. Nach dem praktischen Teil haben wir 1 Stunde Zeit, um eine schriftliche Reflexion zum Morgen zu schreiben, welche auch benotet wird. Dazu stehem uns keine Hilfsmittel zur Verfügung. Am Nachmittag wird der Bildungsbericht erstellt und anschliessend besprochen. Die Berufsbildnerinnen geben uns Feedback zum Morgen und zu unserer schriftlichen Reflexion und teilen und begründen uns die Beurteilung.

Bei uns wird nicht nur die ausgewählte Kompetenz benotet, sondern auch die anderen Kompetenzen. Diese können wir mit Hilfe unserer schriftlichen Monatsunterlagen erarbeiten. Zudem werden die Kompetenzen aufrgrund von Einträgen in den Verlaufsblättern beurteilt. In den Verlaufblättern schreiben uns die Fachpersonen ihre Beobachtungen zu unserer Arbeit ein und geben uns so Feedbacks.  Aufgrund der verschiednen schriftlichen Unterlagen und den monatlichen Lerntagen durch die Berufsbildnerinnnen, können diese auch die nicht geprüften Kompetenzen beurteilen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Kompetenznachweis.

Autor: Nina Kohler Fachfrau Gesundheit 2. Lehrjahr

 

Erzähl mir vom Leben

Berchtold hat uns zu ihrem 10-jährigen Dienstjubiläum ein neues Bild geschenkt.

Die Künstlerin Priska von Gunten (Atelier Sidus) gibt uns Erläuterungen zu ihrem wunderschönen Bild, welches nun unseren Mehrzweckraum schmückt.

Ich beginne mit der ersten Strophe des Gedichts von D. Bonhoeffer:
„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns, am Abend und am Morgen und ganz bestimmt an jedem neuen Tag.“

Die reduziert dargestellten Menschen auf diesem Bild erzählen Geschichten vom Leben. Sie laufen auf den Betrachter zu und wenn man sie eingehend betrachtet, erkennt man vielleicht bekannte Gruppierungen aus dem eigenen Umfeld?
Jede Gesellschaft braucht „Alphatiere“, die vorausschreiten, führen und leiten. Es gibt Mitläufer, die an ihrer Seite gehen und ihnen den Rücken stärken und „graue Mäuse“, die eher farblos mitlaufen. 
Ganz im Hintergrund sind all unsere Lieben, die vorausgegangen (verstorben) sind. Sie haben keine Farbe mehr, nur noch ihre Konturen sind sichtbar auf diesem Bild. 
Ich mache auf diese weise die Seelen sichtbar. Die „farbige“ Körperhülle ist zwar vergangen, aber in unseren Herzen bleiben sie lebendig. Für immer.
Es gibt Zeiten , in denen wir behütet und aufgehoben von Familie/ Freunden/ Verwandten durchs Leben schreiten  dürfen, aber manchmal muss man eine Strecke auch alleine gehen. Vielleicht sogar kurz stehen bleiben, Entscheidungen treffen. Neue Wege gehen.
Da sind Hürden, Steine und Grenzen auf unserem Lebensweg, welche wir überwinden oder umgehen müssen (der gespachtelte Untergrund).
So oder so: Wir gehen durchs Leben mit all unseren Wünschen und Träumen, immer weiter und weiter. Die Zeit läuft. Schnell. Sehr schnell. Je älter wir werden, desto bewusster wird uns, wie rasch sich der Kreis zu schliessen beginnt.
Und dann, die Erkenntnis: „Mir chöme uf die Wält u blibe chli. Niemer weiss wie lang u wi schwär dr Rucksack wird si. U när gö mir wieder. „ 

Zum Schluss komme ich noch einmal auf das Gedicht vom Anfang zurück: Der Glaube (ob es nun Gott ist oder nicht) gibt mir persönlich Kraft, das Leben mit all seinen guten und schweren Tagen zu meistern. Voller Dankbarkeit zu schätzen, dass es mir überhaupt geschenkt wurde und die Zeit, die mir bleibt, achtsam und sinnbringend zu leben.

Autor: Priska von Gunten

 

 

Unsere Lernenden stellen sich vor

Lara Schüpbach (Fachfrau Gesundheit EFZ in Ausbildung)

Hallo zusammen ich bin Lara Schüpbach und mache meine Ausbildung als Fachfrau Gesundheit seit anfangs August 2019 im Altersheim Sonnhalde. Kurz zu Beginn ein paar Informationen zu mir. Ich bin 15 Jahre alt und komme aus Oberburg. 
In meiner Freizeit singe ich sehr gerne. 
Nun arbeite ich schon fast einen Monat auf dem Beruf und es gefällt mir sehr! Ich war schon immer ein sehr aufgestellter und sozialer Mensch, welcher gerne anderen hilft. Gerade in einem Altersheim finde ich es sehr schön, da man eine intensivere Bindung zu den Bewohner hat, als Beispielsweise in einem Spital. Ausserdem finde ich es auch schön die Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Wir geben den Bewohner etwas, wie zum Beispiel die Unterstützung und Sie geben uns etwas zurück. Auch wenn dieses zurück geben manchmal "nur" ein Danke sagen oder ein Lächeln ist, es sind die kleinen Dinge die einem erfreuen und glücklich machen. Genau dies ist einer der vielen Gründen, warum ich meinen Beruf so sehr mag!

Autor: Lara Schüpbach

Unsere Lernenden stellen sich vor

Melanie Bieri (Fachfrau Gesundheit EFZ in Ausbildung)

Mein Name ist Melanie Bieri, ich bin 16 Jahre alt. 
Ich habe im August 2019 die Lehre als Fachfrau Gesundheit im Altersheim Sonnhalde Burgdorf gestartet. 
In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport oder unternehme etwas mit meinen Freunden.
Weshalb ich mich Für FaGe entschieden habe:
Weil mich an diesem Beruf sehr viel fasziniert, z.B. die Funktion des menschlichen Körpers. Ich bin gespannt, was ich in den drei Jahren alles lerne und was für Schwierigkeiten mich erwarten, die ich meistern darf. Ich helfe gerne Menschen und unterstütze sie gerne im Alltag. Ich habe mich für das Altersheim Sonnhalde entschieden, da mir das Team und das Arbeitsklima sehr gefällt. Die Sonnhalde ist ein familiäres Altersheim, das nicht zu gross ist. Dies gefällt mir sehr gut und es hat durchaus Vorteile.

Autor: Melanie Bieri

 

Unsere Lernenden stellen sich vor

Andrea Salzmann (Fachfrau Gesundheit EFZ in Ausbildung)

Ich heisse Andrea Salzmann und bin 16 Jahre alt. Am 5.August habe ich meine Lehre im Altersheim Sonnhalde als Fachfrau Gesundheit gestartet. Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Altersheim meine Lehre machen kann, weil es nicht all zu gross ist und es noch heimelig ist. Ich arbeite jetzt schon einen Monat im Altersheim und es gefällt mir sehr mit den Bewohnern und dem Team. Die Bewohner sind meistens auch gut gelaunt und das bereitet mir grosse Freude. Wenn es den Bewohnern mal nicht so gut geht, probiere ich sie zu motivieren. Es ist ein bisschen ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Das finde ich einfach schön.
Wenn ich nicht im Altersheim bin dann koche und backe ich gerne oder mache sonstige Sachen wie Gitarre spielen oder Traktor fahren. Was ich auch gerne mache ist einfach mal nichts tun. ;)
Ich wusste schon früh das ich Fachfrau Gesundheit lernen will, weil ich sehr sehr gerne Menschen helfe und sie unterstütze, besonders ältere Menschen. Es freut mich riesig das die Bewohner sehr dankbar sind für unsere Arbeit. Die kleinen Dinge bedeuten den Bewohnern viel wie z.B. wenn man sich kurz Zeit nimmt und ein paar Worte mit ihnen austauscht. Die Lehre steht noch vor mir... Aber ich freue mich das mich die Bewohner durch die 3 Jahre begleiten werden. In meiner Lehre werde ich mein Bestes geben und hoffentlich noch viel dazu lernen... :)

Autor: Andrea Salzmann

 

Rückblick FaGe-Ausbildung Altersheim Sonnhalde Burgdorf

Deborah Terminio und Tamara Hänggi haben im Sommer ihre Ausbildung als Fachfrauen Gesundheit EFZ erfolgreich absolviert. 

Sie blicken in einem kurzen Text auf ihre drei Ausbildungsjahre zurück.

"Nun sind die drei Jahre meiner Ausbildung als Fachfrau Gesundheit im Altersheim Sonnhalde zu Ende. Ich blicke auf diese spannenden, aufregenden aber manchmal stressigen Jahre zurück.
Am ersten Tag meiner Ausbildung kam ich in die Sonnhalde und hatte das Gefühl, dass ich mir all diese Abläufe und Vorgänge der verschiedenen Arbeiten niemals merken kann. Doch nun, meistere ich die verschiedenen Tätigkeiten als Fachfrau Gesundheit meist problemlos und kann sogar noch das Team dabei unterstützen.
Ich danke meinen Teamkolleginnen, die mir beigebracht haben Verantwortung zu übernehmen. Ich danke meinen Mitlernenden, die mich immer verstanden haben. Vorallem aber danke ich meinen Berufsbildnerinnen die mich in guten, wie auch in schwierigen Zeiten immer unterstützt und motiviert haben."

Deborah Terminio (Fachfrau Gesundheit EFZ)

 

"Ich habe es geschafft! Endlich halte ich mein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Fachfrau Gesundheit in der Hand und ich bin so stolz darauf! Die drei Ausbildungsjahre sind vorbei und ich blicke zurück auf die Zeit, welche ich im Altersheim Sonnhalde verbringen durfte.
Als ich frisch in die Lehre kam, hatte ich noch keine Erfahrung, da ich direkt von der 9. Klasse in meine Ausbildung startete. Erstaunlicherweise hatte ich mit diesem Wechsel (Schule-Arbeit) kaum Probleme. Meine zwei Berufsbildnerinnen Cornelia Aeschbacher und Lilo Bolzli gaben mir immer wieder die nötige Sicherheit, Mut und unterstützen und motivierten mich. Bei Fragen und Unsicherheiten konnte ich mich jederzeit an sie wenden.
Ich bedanke mich aber auch beim gesamten Sonnhaldeteam. Egal ob Pflege, Hauswirtschaft, Küche oder Verwaltung. Jeden Tag haben sie mich unterstützt und mir auch oft ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Natürlich gab es manchmal auch schwierige Situationen, jedoch stärkten mich die vielen schönen Momente welche ich im Team und mit den Bewohnern erleben durfte.
Ich werde diese Zeit niemals vergessen!
In diesen 3 Jahren wurde ich erwachsen und ich durfte immer mehr Verantwortung tragen und wurde immer wie selbständiger. Jeden Tag hat man mich gefördert und ich lernte täglich Neues dazu. Für diese Erfahrung und dieses Wissen bin ich sehr dankbar.
Als ich meine Abschlussprüfung hatte, war das ganze Haus geschmückt. Dies motivierte mich und gab mir eine extra Portion Mut und mir wurde klar, dass ich diese Situation meistern werde, da alle an mich glaubten und das ganze Team hinter mir stand.
Ich konnte es lange nicht glauben, dass ich meine Lehre als Fachfrau Gesundheit mit Erfolg abgeschlossen habe. Doch bei der Abschlussfeier in der PostFinance Arena in Bern wurde mir alles bewusst und klar! Ja ich bin nun eine Fachfrau Gesundheit EFZ!
Ich wünsche allen Lernenden in der Sonnhalde auch dieses Glück und diesen Erfolg und natürlich immer viel Spass und Freude beim Lernen und Erfahrungen sammeln. Es lohnt sich!"

Tamara Hänggi (Fachfrau Gesundheit EFZ)

Das Sonnhaldeteam wünscht Deborah und Tamara auf ihrem beruflichen aber auch privaten Weg alles Liebe und Gute! Wir gratulieren nochmals ganz herzlich zu ihrem erfolgreichen EFZ als Fachfrauen Gesundheit und bedanken uns für ihren Einsatz bei uns im Altersheim Sonnhalde!

Mir si stouz uf euch!

Wäsche und Kleider in der Sonnhalde

Arbeitskleidung
In der Sonnhalde gibt es keine einheitliche Kleidervorgabe. Jeder Mitarbeiter kann seine Berufskleidung individuell auswählen und kaufen. Das bringt viel Farbe in den Alltag und macht alles etwas persönlicher. Die Arbeitskleidung wird jeden Tag gewechselt und in der Waschküche bei mindestens 60°C gewaschen, damit werden Infektionen vermieden.

Tipps für die Kleiderwahl der Bewohner
Zwischen Hautoberfläche und Bekleidung besteht eine Beziehung. Jeder Mensch hat Vorlieben und Abneigungen für respektive gegen Materialien: So mögen z.B. einige Wollsocken und andere können diese nicht ausstehen. (siehe unten bei „Textilien“) Es ist wichtig sich im Vorfeld Gedanken zu machen, was für Kleidungsstücke in einem Altersheim sinnvoll sind. Ich habe versucht das Wichtigste aufzuschreiben.

  • Wunsch und Vorlieben des Bewohners berücksichtigen
  • Kleider kaufen, die sich gut mit den bereits vorhandenen kombinieren lassen
  • Genügende Anzahl: die Wäsche wird schneller dreckig, da der Allgemeinzustand zunehmend schlechter wird und sie an bestimmten Krankheiten leiden können
  • Kleidung dem Allgemeinzustand und der Vorlieben so wie der  Aktivitäten des Bewohners anpassen
  • Alte und kaputte Kleidung früh genug ersetzen
  • Antirutschsocken sind von Vorteil und helfen Stürze zu verhindern
  • Evtl. Sturzhosen die an der Hüfte Protektoren haben, die einen Sturz abfedern können
  • Sonnenhut, da die pralle Sonne für die Haut schädlich ist
  • Gut waschbare Kleider sind von Vorteil, die bei 40° - 60°C waschbar sind.

Kleider dem Klima anpassen
Im Sommer eher leichte Kleidung, die Luftdurchlässig ist und die Feuchtigkeit gut aufnehmen kann. Im Winter warme Kleider anziehen, vor allem Bewohner die den ganzen Tag sitzen und sich auch sonst nicht viel bewegen, haben schnell kalt. Warme Socken und Hausschuhe tragen, evtl. auch dünne Halstücher.

Hilfen beim An- und Ausziehen
Ressourcen fördern und trainieren. Hilfsmittel beim an- und ausziehen, erhalteten die Selbständigkeit und Beweglichkeit. Abgesehen davon machen gelungene Aktionen stolz und fördern das Selbstwertgefühl. Daher beim Kauf von Kleidern unbedingt darauf achten, dass:

  • Es bequeme und sichere Schuhe sind: rutschfeste Sohle, Riemenband um Ferse, keine Schuhbändel
  • Kleider mit Reiss- oder Klettverschlüssen
  • Hosen mit Gummizug und ohne Knöpfe
  • Kleider sollten genügend gross sein, da alte Menschen oft Schmerzen in den Gelenken haben und sich nicht mehr gut beugen können
  • Elastische Kleider, in denen sich die Bewohner gut in alle Richtungen bewegen können 

Natürlich Textilien
Pflanzliche Fasern (Cellulosefasern)

  • Baumwolle (Hohe Feuchtigkeitsaufnahme, geringe Warmhaltung, Abriebfestigkeit)
  • Flachs/Leinen (Hohe Feuchtigkeitsaufnahme, robust, geringes Warmhaltevermögen)

Tierische Fasern

  • Wolle (Gutes Warmhaltevermögen, geringe Reissfestigkeit, wasserabstossend)
  • Haare z.B. Ziege oder Kamel (gleich wie Wolle, können auch verfilzen)
  • Seide (Hohe Feuchtigkeitsaufnahme, guter Wärme- und Kälteisolator)

Tierhaut

  • Leder (porös, nässe- und wärmeempfindlich, atmungsaktiv, robust, geschmeidig)

Chemische Textilien
Chemisch veränderte Cellulosefasern

  • Viskose (gute Feuchtigkeitsaufnahme, eher schwer, geringes Wärmehaltevermögen)
  • Modal (gute Feuchtigkeitsaufnahme, elastisch, geringes Wärmehaltevermögen)
  • Acetat (geringe Feuchtigkeitsaufnahme, elastisch, geringe Reissfestigkeit, sehr leicht)

Synthetische Fasern (Basis Erdöl und Kohle)

  • Polyacryl (geringe Reissfestigkeit, geringe Feuchtigkeitsaufnahme, hält warm)
  • Polyester (geringes Warmhaltevermögen, geringe Feuchtigkeitsaufnahme, beständig)
  • Polyamid (UV-lichtempfindlich, geringe Feuchtigkeitsaufnahme, hält warm)

Wäschekreislauf in der Sonnhalde

Wäsche muss regelmässig gereinigt und gepflegt werden. Das korrekte Vorgehen gewährleistet ein gutes hygienisches und für die Wäsche schonendes Resultat. In der Sonnhalde wird die Wäsche vom Hauswirtschaftspersonal gewaschen. 

1. Sammlung der Schmutzwäsche

Auf jedem Stock hat es Behälter in denen die Schmutzwäsche gesammelt wird und der vor der Pause in die Wäscherei kommt, damit die Schmutzwäsche möglichst schnell gewaschen werden kann. Es wird kontrolliert ob:​​​​

  • die Taschen leer sind
  • Ärmel und Hosenumschläge ausgerollt sind
  • Knöpfe geöffnet und Reissverschlüsse geschlossen sind
  • Gürtel entfernt sind
  • Bänder und Strümpfe leicht miteinander verschlungen sind
  • Plüschkleider und T-Shirts mit Aufdruck und Manchester auf die linke Seite gewendet sind

2. Schmutzwäsche sortieren
In der Wäscherei wird die Wäsche in einem grossen Behälter gesammelt und sortiert. 

  • Sortierung nach Waschtemperatur (Pflegeetikette, Fasern)
  • Sortierung nach Farbe
  • Sortierung nach Verschmutzungsgrad
  • Büstenhalter werden in einem Wäschesack gewaschen

3. Schmutzwäsche vorbehandeln

Dafür gibt es spezielle Tabellen:

                

4. Waschmaschine füllen und Programm wählen

Waschmaschine erst starten, wenn sie korrekt beladen ist, das ist ökologischer und ökonomischer.
Die Waschfaktoren: 

  • Wasser (Wasserhärte = Kalkanteil im Wasser, Oberflächenspannung)
  • Chemie (Inhaltsstoffe vom Waschmittel: nicht jeder Inhalt ist für jede Wäsche richtig)
  • Temperatur (Beschleunigung des Waschvorgangs, 40-60°C am besten für die Enzyme)
  • Mechanik (Eine Handbreite Platz über der Wäsche beim Einfüllen)
  • Zeit (stark verschmutzte Wäsche braucht ein Vorwaschprogramm und dauert länger)

All diese Faktoren werden so aufeinander abgestimmt, dass ein möglichst optimales Waschergebnis entsteht.

                  

5. Wäsche trocken

  • Trocknen an der Luft (alles was nicht in den Wäschetrockner darf)
  • Trocknen im Wäschetrockner (Pflegeetikette der Wäsche beachten)

6. Wäsche Bügeln

  • Bügeleisen mit destilliertem Wasser füllen
  • Bügelmaschine einstecken und aufheizen lassen
  • Über das Bügelbrett kann die Wäsche an gesaut werden, damit sie nicht verrutscht
  • Es hat eine grosse Mangemaschiene, mit Hilfe dieser wird Flachwäsche gebügelt wie z.B. Servietten, Tischtücher, Leintücher oder Küchentücher.

7. Wäsche versorgen

  • Wäsche in Ordnungssystem einräumen (Boxen)
  • Hosen, Blusen, Jacken etc. Werden am Bügel in die Zimmer verteilt.
  • Die Wäsche von jedem Bewohner muss angeschrieben sein
  • Die Wäsche wird jeden Dienstag und Donnerstag verteilt auf die Bewohnerzimmer und im Kleiderschrank versorgt. Einige Bewohner können die Wäsche noch selbständig im Schrank versorgen. Bei diesen wird die Wäsche im Zimmer platziert.

Autor: FaGe 3.Lehrjahr

Die elektronische Pflegedokumentation

Wie sie sehen arbeiten wir mit der sogenannten E-Doc nach BESA (eine elektronische Pflegedokumentation.
Jeden Tag sind wir mit vier Laptops unterwegs. Wir haben im 2.Stock, 1.Stock, Parrtere und Pavillon je einen Laptop.
In der E-Doc sind alle Informationen des jeweiligen Bewohner gespeichert und jederzeit einsehbar. Bevor wir mit der Arbeit beginnen, loggen wir uns mit unserem Kürzel und mit einem individuellem Passwort ein. Danach können wir uns in die Dokumetation einlesen. Wir sehen welche pflegerischen (Pflegeplanung) oder medizinaltechnischen (Therapieplan) Verrichtungen beim Bewohner oder der Bewohnerin durchgeführt werden müssen . 

Zum Beispiel steht „Ganzer Körper mit Excipial U Hydrolotio eincremen“ oder "Blutzuckermessung morgens" usw. Mit all diesen Informationen können wir unsere Pflege dem jeweiligen Bewohner oder der Bewohnerin anpassen und sie so bestmöglich unterstützen. Die Infos sind schnell einsehbar, was uns unsere Arbeit erleichtert.

Nachdem wir alle Bewohner gepflegt haben, nehmen wir uns Zeit alle Verrichtungen in der E-Doc zu validieren. Damit kann man erkennen was noch erledigt werden muss oder eben was schon alles verrichtet wurde.
Danach werden besondere Beobachtungen in der elektronischen Dokumentation erfasst. Allenfalls werden weitere spezielle Behandlungen dokumentiert wie z.B. das Wundprotokoll.

Die E-Doc kann man sich wie ein grosses Dokument vorstellen.

Im Anfang war es schwierig, es gab viele Fragen und Unklarheiten. Heute sind wir Profis und beherrschen die elektronische Dokumentation schon relativ sicher.
Mit der Hilfe des Teams und unseren BESA-Verantwortlichen kommen wir besser und schneller vorwärts!

Das nennt man Teamwork!

Autor: Tamara Hänggi FaGe 3. Lehrjahr

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