Altersheim Sonnhalde Burgdorf

Blog/Tagebuch

Die Mitarbeitenden und Lernenden posten von ihrem Arbeitsalltag in der Sonnhalde – quer durch verschiedene Themen.

Die elektronische Pflegedokumentation

Wie sie sehen arbeiten wir mit der sogenannten E-Doc nach BESA (eine elektronische Pflegedokumentation.
Jeden Tag sind wir mit vier Laptops unterwegs. Wir haben im 2.Stock, 1.Stock, Parrtere und Pavillon je einen Laptop.
In der E-Doc sind alle Informationen des jeweiligen Bewohner gespeichert und jederzeit einsehbar. Bevor wir mit der Arbeit beginnen, loggen wir uns mit unserem Kürzel und mit einem individuellem Passwort ein. Danach können wir uns in die Dokumetation einlesen. Wir sehen welche pflegerischen (Pflegeplanung) oder medizinaltechnischen (Therapieplan) Verrichtungen beim Bewohner oder der Bewohnerin durchgeführt werden müssen . 

Zum Beispiel steht „Ganzer Körper mit Excipial U Hydrolotio eincremen“ oder "Blutzuckermessung morgens" usw. Mit all diesen Informationen können wir unsere Pflege dem jeweiligen Bewohner oder der Bewohnerin anpassen und sie so bestmöglich unterstützen. Die Infos sind schnell einsehbar, was uns unsere Arbeit erleichtert.

Nachdem wir alle Bewohner gepflegt haben, nehmen wir uns Zeit alle Verrichtungen in der E-Doc zu validieren. Damit kann man erkennen was noch erledigt werden muss oder eben was schon alles verrichtet wurde.
Danach werden besondere Beobachtungen in der elektronischen Dokumentation erfasst. Allenfalls werden weitere spezielle Behandlungen dokumentiert wie z.B. das Wundprotokoll.

Die E-Doc kann man sich wie ein grosses Dokument vorstellen.

Im Anfang war es schwierig, es gab viele Fragen und Unklarheiten. Heute sind wir Profis und beherrschen die elektronische Dokumentation schon relativ sicher.
Mit der Hilfe des Teams und unseren BESA-Verantwortlichen kommen wir besser und schneller vorwärts!

Das nennt man Teamwork!

Autor: Tamara Hänggi FaGe 3. Lehrjahr

Einblickstag FaGe Lernende in der Hauswirtschaft und Wäscherei

An unseren Einblickstagen in den anderen Ressorts, sehen wir, was hinter den Kulissen dort passiert. Wir verbringen je einen Tag in der Hauswirtschaft und in der Wäscherei.

Die Mitarbeiter der Hauswirtschaft arbeiten abwechselnd in allen Bereichen ihres Gebietes. Das heisst es gibt Reinigungsarbeiten, Servicearbeiten im Speisesaal, Arbeit in der Abwaschküche, Arbeiten in der Grundreinigung und in der Wäscherei. Also ein äusserst abwechslungsreiches und vielfältiges Arbeitspektrum.

Ich schildere euch was ich an meinen Einblickstagen alles gesehen und gelernt habe.
Der Tag der Hauswirtschaft startet im Speisesaal. Wir bereiten die Plateau für den Frühstückswagen im 1. Stock vor. Wir orientieren uns an den Bewohnerkärtchen worauf steht, was die Bewohner gerne essen, zum Beispiel Brot ohne Rand, harter oder weicher Käse sowie ob sie Trockenfrüchte möchten oder nicht. Die Plateau für den 1. und 2. Stock werden in den hohen Plateauwagen geschoben. Auf einen anderen Speisewagen kommen: Kaffee, Milch, Orangensaft, sowie Gläser, Besteck, die Teekrüge mit kleinen Plateau und seitlich ein Abfallbehälter und einen kleinen Abfalleimer. 
Für die Bewohner, die im Speisesaal essen, wird der Tisch schon von der Nachtwache am Vorabend gedeckt. Wir machen eine Runde und kontrollieren alles. Anschliessend stellen wir Käse, Kaffee, warme und kalte Milch und Gläser mit Orangensaft bereit. Wenn die Bewohner kommen wünschen wir ihnen einen guten Morgen, verteilen die Brotkörbchen und servieren ihnen die Getränke.
Wenn alle gefrühstückt haben kommt das Geschirr in die Abwaschküche via Speiselift. Dort spült die Hauswirtschaft das Geschirr, trocknet es ab und sortiert es. Auf einen Wagen kommt das Geschirr und Besteck, welches wieder zurück in den Speisesaal kommt. Der Rest wird in der Küche verräumt.

Die Hauswirtschaft reinigt einmal wöchentlich die Zimmer der Bewohner gründlich, also auch das Lavabo und die Toilette in den Bewohnerzimmer. Die tägliche Reinigung der Toilette und des Lavabos wird von der Pflege übernommen.
Auf ihrem Reinigungswagen haben sie spezielle Bürsten und Entkalker, ein Feuchtwischgerät um den Boden zu wischen, einen Staubwischer und noch vieles mehr. Es gibt eine Liste mit den Namen der Bewohner, das Datum, an dem das Zimmer gereinigt wurde und das Visum derjenigen die es gereinigt hat.

Immer Mittwochs wird im Turnus auf den verschiedenen Stöcken die Bettwäsche durch das Personal der Hauswirtschaft gewechselt.

In der Wäscherei kommen alle Kleider der Bewohner sowie die Betriebswäsche (Bettwäsche, Frotteewäsche etc.) in einen grossen Behälter. Die Mitarbeiter sortieren dann die Woll- und Seidenwäsche nach Waschtemperatur und Farbe. Es gibt zwei Körbe, einen mit 30° hell respektive dunkel. Und einen mit 40° Wäsche. Die Berufskleider werden nach Farbe getrennt und bei 60°C gewaschen. Wenn die Kleidung einen Fleck hat, kann man mithilfe einer Liste nachschauen wie man ihn vorbehandeln muss, welches Mittel geeignet ist. Wenn die Kleidung noch nicht beschriftet ist, schreibt man mit einem wasserfesten Stift den Namen auf einem Zettel und befestigt ihn. Nach dem Waschen und trocknen des Kleidungsstückes wird der Name des Bewohners mit einem speziellen Thermogerät fixiert.
Wenn die Wäsche in die Waschmaschine gefüllt wird gibt man eine Nummer ein. Auf einer Liste ist zu sehen welches Programm man benutzt um die Kleider zu waschen. Sobald man die Nummer eingibt nimmt die Maschine das Waschmittel aus dem Kanister und startet. Die Wäsche kommt danach entweder in den Tumbler oder wird aufgehängt und zum Schluss wird sie gebügelt. Wenn die Wäsche gebügelt ist kommt sie in einen Wäschebehälter, die mit dem Namen des Bewohners angeschrieben ist. Wenn die Kiste einen Aufkleber hat, kann der Bewohner die Kleider noch selbständig einräumen, wenn nicht wird sie von uns eingeräumt.

Es gibt noch ganz viele Arbeiten die ich nicht sehen konnte. Aber dieser Einblick hat mir aufgezeigt wie abwechslungsreich und vielseitig die Aufgaben unserer Hauswirtschaft sind.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauswirtschaft für ihren täglichen Einsatz an der Front aber auch hinter der den Kulissen!

 Autor: Reem Nur Ahmed FaGe 1.Lehrjahr

Närrische Zeit

Warum es ausgerechnet am 11.11 um 11:11 Uhr losgeht weiss niemand so genau......

Die Hände sind gewaschen, die Schürzen umgebunden. 

Alle mussten ein sauberes Knie vorzeigen. So begann das Backen in der Sonnhalde. 

 

Die Köstlichkeiten haben viele Namen: Fasnachtschüechli, Eierörli oder Haseörli.

Es wurde viel erzählt, gelacht und gelernt

Übrigens: Wer ein Loch im Teig hatte, durfte damals noch nicht heiraten…

Autor: Eva Aeschlimann (Aktivierung)

 

 

Lerntag

Allen FaGe-Lernenden in der Sonnhalde, steht pro Monat ein sogenannter «Lerntag» zur Verfügung. An diesem Tag werden die Lernenden von ihrer Berufsbildnerin begleitet.

Bevor dieser Lerntag stattfindet müssen wir uns Gedanken darüber machen welche Bewohner wir an diesem Tag pflegen wollen, was genau wir etwas intensiver anschauen/ lernen möchten, sowie bestimmte Fragen, die wir gerne geklärt hätten. Die genannten Punkte erläutern wir auf einem Vorbereitungsblatt und geben es unserer Berufsbildnerin ein paar Tage vor dem Lerntag ab.

Am Lerntag dürfen wir immer Fragen stellen und Unterstützung anfordern, wenn wir welche benötigen. Im Laufe des Tages bekommen wir jeweils noch eine Rückmeldung zu unserer Arbeit sowie Tipps und Tricks. Während des Lerntages steht uns die übrige Zeit zur Verfügung um an verschiedenen Monatsaufträgen zu arbeiten (Tagesziele formulieren und auswerten, Lerjournale schreiben, medizinische/pflegerische Themen zu bearbeiten etc.).

Der Lerntag ist für uns als Lernende ein Mehrwert, da wir an diesen Tagen viel profitieren können und uns auch mal etwas mehr Zeit nehmen können, um unsere Fragen/ Bedürfnisse zu klären.

Für mich bringt der Lerntag sehr viel, da unsere Berufsbildnerinnen sich die Zeit nehmen uns auch mal etwas zu zeigen, damit wir es das nächste Mal eigenständig oder unter Aufsicht durchführen können. Ausserdem ist der Lerntag sehr praktisch da wir in der freien Zeit einen Teil unserer Monatsaufträge bearbeiten können.

 

Autor: Nina Kohler FaGe 1.Lehrjahr

Einblick in die Aktivierung

Die Bewohner haben in der Woche mehrere Aktivitäten die sie durchführen können. Da wären zum Beispiel Singen, Turnen, Rollatorgym, Themengruppen, Vorlesen usw. Auf dem Wochenplan können sich alle Bewohner und Mitarbeiter über das Programm informieren.

Nach dem Mittagessen kündigen wir die Aktivitäten im Speisesaal an. Am Nachmittag, meistens um 16:00 Uhr beginnt die Aktivierung. Wir Pflegenden gehen in jedes Zimmer hinein und laden die Bewohner herzlich zur Aktivierung ein und motivieren sie mit dem heutigen Thema.

Ich hatte im 2. Lehrjahr einen Einblickstag mit unserer Aktivierungstherapeutin. Ich durfte bei der Themengruppe dabei sein. Das Thema war ,, Kartoffel'' . Die Bewohner konnten zuerst Fragen beantworten die wir ihnen gestellt haben, um ihre Erinnerungen zu aktivieren und ihr Gedächtnis zu trainieren.
Als Einstieg konnten die Bewohner Bilder anschauen und die verschiedenen Kartoffeln benennen. Ich war sehr erstaunt, wie sie alle verschiedenen Kartoffelsorten kannten, obwohl manche Kartoffeln genau gleich aussahen. Nach dieser Runde konnten die Bewohner von früher erzählen, wie sie Kartoffeln angepflanzt haben und wie sie die Kartoffeln danach verwertet/verarbeitet haben.
Am Schluss der Stunde konnte ich jeden Bewohner noch etwas zu trinken geben.

Es war sehr spannend zu hören, was unsere Bewohner früher gemacht haben. Mir wurde klar, dass solche kurze Sequenzen sehr wichtig sind, und dass viele gerne über die Erinnerungen von früher sprechen. Ich möchte dies nun auch vermehrt in meinem Pflegealltag nutzen um mehr über die Bewohner zu erfahren.

Autor: Tamara Hänggi Fachfrau Gesundheit 3. Lehrjahr

 

100. Jahre Frau Mathys

Frau Rosa Mathys-Küpfer konnte am 23. November 2018 ihren 100. Geburtstag feiern. Geboren und aufgewachsen ist sie in Hettiswil zusammen mit 3 Schwestern. Nach der Schulzeit absolvierte sie ein Welschland-Jahr und erlernte dann den Beruf der Damenschneiderin, welchen sie bis ins hohe Alter ausübte.
Im Jahre 1944 heiratete sie Otto Mathys. Sie liessen sich in Burgdorf nieder, wo 1954 ihr Sohn Beat geboren wurde. Es wurden ihr 3 Grosskinder und 4 Urgrosskinder geschenkt.
Im Jahr 1991 starb ihr Mann. Bis sie vor 4 Jahren ins Altersheim Sonnhalde in Burgdorf eintrat, führte sie den Haushalt alleine. Neben den Altersbeschwerden haben nun auch das Augenlicht und das Gehör stark nachgelassen.
(Lebenslauf, von Sohn Beat Mathys zur Verfügung gestellt).

Frau Mathys konnte ihren Geburtstag mit ihrer Familie feiern. Stadtpräsident Stefan Berger und Yara Kocher der Präsidialdirektion besuchten die Jubilarin und überbrachten ihr die besten Wünsche, Blumen und eine Torte. Umrahmt wurde die Feier mit dem musikalischen Auftritt der Burgdorfer Giele.

Auch wir Mitarbeiter der Sonnhalde gratulieren Frau Mathys zu ihrem 100. Geburtstag und hoffen, dass sie trotz den genanten Einschränkungen noch eine möglichst beschwerdefreie Zeit bei uns im Altersheim erleben darf. Alles Liebe und Gute!

Hier noch ein paar Impressionen

 

PAVK - Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Heute werde ich euch etwas über die Krankheit PAVK erzählen.

Was ist eine PAVK?
An den Wänden der Arterien bilden sich mit der Zeit Ablagerungen, dadurch kann das Blut nicht mehr ungehindert durch die Gefässe fliessen. Diese sogenannten Arterienverkalkung führt zu Durchblutungsstörungen und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Eine dauerhafte Durchblutungsstörung in den Beinen oder/und Armen kann zu starken Schmerzen führen. Die Betroffenen müssen beim Gehen ständig Pausen einlegen – wie bei einem Schaufensterbummel. Daher nennt man die PAVK auch «Schaufensterkrankheit». Der medizinische Fachbegriff für die Störung ist ‘’Periphere arterielle Verschlusskrankheit’’.

Die PAVK wird in vier Stadien eingeteilt:

Bildquelle: www.diabetologie-online.de

Wie entsteht eine PAVK?
Durch Rauchen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und durch einen gestörten Fettstoffwechsel.

Welche Beschwerden treten bei PAVK auf?
Zu Beginn verspüren die Betroffenen keine Schmerzen. Erst nach zunehmender Verengung der Gefässe ist die Durchblutung in den Gliedmassen so sehr eingeschränkt, dass die Betroffenen Schmerzen verspüren. Diese treten meisten in Waden, Füssen im Gesäss oder im Oberschenkel auf. 

Was kann es für Komplikationen geben?
Bei einer PAVK sind auch die Schlagadern, die das Herz und Hirn versorgen, verengt. Dementsprechend ist auch die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall stark erhöht.
Manche Körperteile (Arme, Beine) werden nicht genug mit Sauerstoff aus dem Blut versorgt, daher heilen Wunden viel langsamer. Im schlimmsten Fall ist das Gewebe so schlecht durchblutet, dass es abstirbt.

Wie merke ich ob ich PAVK habe?
Wie in den oben genannten Symptomen, merken Sie es erst im zweiten Stadium.
Hier ein kleiner Risikotest, der Ihnen zeigt, ob ein PAVK-Risiko bei Ihnen besteht:
https://www.swissheart.ch/praevention/tests/pavk-risikotest.html
Falls Sie Fragen haben oder den Verdacht, dass sie an PAVK leiden, konsultieren Sie Ihren Hausarzt.

Was kann man dagegen tun?
Die aktive Hilfe vom Betroffenen ist bei der Behandlung das A und O. Wichtig ist vor allem, dass er mit dem Rauchen aufhört, sich gesund ernährt und sich regelmässig ausreichend bewegt

Was kann die Pflege tun?
- Tägliche Kontrolle und Beobachtung der Beine und Arme (Verletzungen)
- Keine Kompressionstrümpfe oder Verbände anlegen
- Bei Ödemen, nur leicht die Beine hochlagern
- Gehtraining
- Evtl. Ernährungsberaterin
- Vorsichtige Fusspflege

 

Autor: Deborah Terminio Fachfrau Gesundheit 3. Lehrjahr

 

Herbstfest in der Sonnhalde Burgdorf

Am 27. Oktober 2018 fand unser jährliches Herbstfest unter dem Motto «Herbstzyt-Wanderzyt» statt.
Gestartet wurde mit einem feinen wandermässig zusammengestellten Mittagsmenu (Cervelat mit Käse und Speck dazu Feigensenf, Baked Potatoes mit Sauerrahmsauce und Ofengemüse) und anschliessendem abwechslungsreichen Dessertbuffet. Unsere Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Angehörigen unterhielten sich beim Lottospiel bestens und freuten sich über die themenbezogenen, schönen Preise. Für den musikalischen Rahmen sorgten die lüpfigen «Burgdorfer Giele». Die rundum zufriedenen Gesichter, der reibungslose Ablauf und die gemütliche Atmosphäre zeigten uns einmal mehr: «Klein, fein und überschaubar» ist unsere Devise.

Hier gehts zur Bildergalerie

Autor: Rahel Hofer 

 

Verpflegung in der Sonnhalde

Das Essen ist den Bewohnern sehr wichtig und immer ein zentrales Thema. An den Wänden, in den Liften und an den Pinnwänden im Heim wird immer die Menüliste der aktuellen Woche aufgehängt. Einige Bewohner nehmen auch eine Liste mit in ihr Zimmer, damit sie selbst nachschauen können, was es den heute zu essen gibt. Ich habe festgestellt; das Essen ist nicht nur die Basis zur Erhaltung unserer Leistungsfähigkeit, sondern es ist ein Genusserlebnis, das die Lebensqualität der Bewohner sehr individuell beeinflusst. Die Essenszeiten sind auch immer Fixpunkte in Tagesablauf der Bewohner und helfen eine Tagesstruktur beizubehalten. Da im Speisesaal alle zusammen kommen ist der Austausch unter den Bewohnern auch zentral.

Wieso ist eine ausgewogene Ernährung so wichtig?

Im Alter ist es besonders wichtig ausgewogen zu essen, um das körperliche und geistige Leistungsvermögen zu erhalten. Die Körperzellen verbrauchen weniger Energie, weil sie auch weniger aktiv sind. Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Eiweisse benötigt der Körper in unverändertem Mass. Die Funktionsfähigkeit der Verdauungsorgane nimmt im Alter ab und verlangsamt die Stoffwechselprozesse. Es können auch Einschränkungen und Krankheiten Auswirkungen auf den Appetit haben. Das Sehen, sowie das Geruchs- und Geschmacksempfinden nehmen ab. Kau- und Schluckprobleme können auftreten, auch ist oft die Feinmotorik nicht mehr so gut und die Bewohner haben mehr Mühe mit dem Besteck zu essen. Um trotzdem allen Bewohnern, das für sie richtige Essen zu kochen, ist es sehr wichtig das die Kommunikation von der Pflege zur Hauswirtschaft und Küche gut funktioniert. So müssen in der Küche Speisen püriert werden oder genug kleingeschnitten sein, damit sie die Bewohner essen können. Es gibt auch Hilfsmittel die eingesetzt werden können wie z.B. Tellerrand, Besteck mit breitem Griff, Becher mit grossem Henkeln. 

Beim Kochen muss darauf geachtet werden, wer Schonkost hat oder krankheitsbedingt nicht alles essen darf (z.B. Diabetiker). Auch wichtig zu wissen ist, ob eine Allergie oder Unverträglichkeit auf Nahrungsmittel besteht (z.B. Laktoseintoleranz oder Zöliakie). Es muss Rücksicht genommen werden, wer aus religiösen Gründen auf Nahrungsmittel verzichten und wer sich vegetarisch/vegan ernährt. Manche Bewohner brauchen einfach etwas mehr Zeit zum Essen und sie bekommen daher ihre Mahlzeit schon früher serviert. Zudem wird beim Kochen darauf geschaut welcher Wochentag es ist. So gibt es z.B. am Donnerstag „Weggli“ und am Sonntag einen Zopf zum Frühstück. Hat ein Bewohner Geburtstag, kann er das Mittagsmenü aussuchen. Zum „Zvieri“ können die Bewohner wünschen welche Musik im Speisesaal gespielt werden soll, zudem werden dort auch Früchte angeboten oder es gibt Kaffee und Kuchen. 

Hier ein Beispiel von einem Mittagsmenü:

Normale-Kost  

Pürierte-Kost              

Vegetarische-Kost

 

Wieso ist es so wichtig genügend Flüssigkeit anzubieten?

Das Durstgefühl nimmt mit dem Alter bei vielen Menschen ab und sie trinken dann oft zu wenig. Deshalb fahren wir mit einem Getränkewagen zu allen Bewohnern im Heim und bieten ihnen eine grosse Auswahl an Tees an. Alternativ gibt es auch Most, Wasser oder Sirup. Dabei wird auch noch gleich nach dem Menü für das Abendessen gefragt. 
Bei Bewohnern die regelmässig zu wenig trinke (oft einfach, weil sie es vergessen), stellen wir am Morgen einen Krug in ihr Zimmer und füllen die Gläser durch den Tag immer wieder auf. 
Am wichtigsten ist es die Ernährungsgewohnheiten der Bewohner zu kennen und zu wissen was sie mögen und was nicht mögen z.B. ihr Lieblingsgetränk anbieten, damit sie genügend trinken. Es ist auch bedeutungsvoll darauf zu achten, was für Bedürfnissen die Bewohner haben und sie zu beraten und ihnen Lebensmittel anzubieten, die für sie geeignet sind. Es ist manchmal schwierig allen gerecht zu werden. Jeder hat sein Lieblingsessen, deshalb gibt es im Speisesaal eine Wunschliste, was die Bewohner gerne essen möchten. Nach Möglichkeit erfüllt die Küche die Wünsche. Einmal in der Woche können die Bewohner selber Kochen und helfen dann mit beim rüsten, schälen und zubereiten der Speisen. Manche Bewohner pflegen das Ritual vor dem schlafen gehen noch einen heissen Tee zu trinken. Beliebt ist da der Orangenblütentee oder der Abendtee (Kräutermischung). 

Autor: FaGe-Lernende 3. Lehrjahr Sonnhalde Burgdorf

Unsere Lernenden stellen sich vor

Nicole Jegerlehner (Köchin EFZ in Ausbildung im 1. Lehrjahr)

Hallo, ich bin Nicole Jegerlehner und bin 16 Jahre alt. Ich habe im Sommer meine Lehre im Altersheim Sonnhalde in Burgdorf begonnen.
Ich bin im ersten Lehrjahr als Köchin, der Beruf macht mir sehr viel Spass. Für mich war schön früh klar, dass ich diesen Beruf lernen möchte, da ich enorm gerne koche.
Nun arbeite ich fast 3 Monate in der Sonnhalde. Ich freue mich jeden Tag das Essen der Bewohner und Mitarbeiter zuzubereiten. Ich schätze es natürlich sehr, wenn wir ein Kompliment zu unseren Kochkünsten bekommen.
Nun freue ich mich auf die nächsten drei Jahre in dem Beruf als Köchin und bin gespannt was ich noch alles lernen und erleben werde.

Autor: Nicole Jegerlehner

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